Schöner Garten im Sommer

Aktuelle Garten Tipps


So bleibt Ihr Garten auch im Hochsommer in Bestform

Der Juli ist statistisch der heißeste Monat des Jahres. Lange Sonnentage, hohe Temperaturen und oft wochenlange Trockenperioden stellen Pflanzen, Rasen und Gartenteich vor große Herausforderungen. Jetzt entscheidet die richtige Pflege darüber, ob Ihr Garten gesund, grün und blütenreich durch den Sommer kommt.

Unser Tipp: Verlegen Sie anstrengende Gartenarbeiten möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. So schonen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihre Pflanzen. Hacken, Jäten oder Pflanzen in der prallen Mittagssonne belastet den Boden unnötig und erhöht die Verdunstung wertvoller Feuchtigkeit.

Rasenpflege im Sommer – So bleibt Ihr Rasen grün und widerstandsfähig

Der Rasen leidet im Juli besonders unter Hitze, Trockenheit und intensiver Nutzung. Mit der richtigen Pflege bleibt er dennoch dicht, sattgrün und belastbar.

Die wichtigsten Maßnahmen

  • Schnitthöhe erhöhen: Mähen Sie den Rasen im Sommer nicht zu kurz. Eine Schnitthöhe von etwa 4 bis 5 cm, bei Trockenheit sogar bis 6 cm, schützt den Boden vor Austrocknung.
  • Gründlich bewässern: Lieber selten, dafür intensiv gießen. Ideal sind 20 bis 25 Liter Wasser pro Quadratmeter, ein- bis zweimal pro Woche.
  • Morgens bewässern: Zwischen 4 und 8 Uhr verdunstet deutlich weniger Wasser.
  • Sommerdüngung: Ein hochwertiger Rasendünger versorgt den Rasen mit allen wichtigen Nährstoffen und erhöht seine Widerstandskraft gegen Trockenstress.
  • Kahlstellen nachsäen: Auch im Sommer können kahle Stellen mit einer hochwertigen Nachsaat geschlossen werden. Wichtig ist eine ausreichende Bewässerung während der Keimphase.

Raiffeisen-Tipp: Lieber selten und intensiv wässern als täglich nur oberflächlich. So bilden die Gräser tiefere Wurzeln und werden deutlich widerstandsfähiger.

Praxis-Tipp: Unser Rasenpflegekalender hilft Ihnen, den perfekten Zeitpunkt für Ihre Pflegemaßnahmen zu finden. → weiterlesen

Mehltau erkennen und erfolgreich bekämpfen

Mehltau zählt zu den häufigsten Pilzerkrankungen im Garten. Besonders Rosen, Gurken, Zucchini, Kürbisse, Wein oder Phlox werden regelmäßig befallen.

Man unterscheidet zwei Arten:

Echter Mehltau

  • weißer, mehliger Belag auf der Blattoberseite
  • liebt warmes, trockenes Wetter
  • breitet sich besonders an sonnigen Tagen aus

Falscher Mehltau

  • gelbliche Flecken auf der Blattoberseite
  • grauvioletter Belag auf der Blattunterseite
  • entwickelt sich bevorzugt bei feuchter Witterung

Vorbeugung

  • Pflanzen nicht zu dicht setzen.
  • Möglichst nur im Wurzelbereich gießen.
  • Für ausreichend Luftzirkulation sorgen.
  • Befallene Pflanzenteile sofort entfernen.
  • Bei stärkerem Befall geeignete Pflanzenschutzmittel einsetzen.

Je früher ein Befall erkannt wird, desto größer sind die Erfolgschancen.

Rosenpflege im Juli – Jetzt den zweiten Blütenflor fördern

Die erste Blüte vieler Beet-, Edel- und Strauchrosen ist meist vorbei. Jetzt beginnt die wichtigste Pflegephase für einen üppigen zweiten Flor.

Das sollten Sie jetzt tun:

  • Verblühte Blüten großzügig zurückschneiden.
  • Rosen nochmals mit einem speziellen Rosendünger versorgen.
  • Regelmäßig auf Blattläuse und Pilzkrankheiten kontrollieren.
  • Erkrankte Blätter konsequent entfernen.
  • Den Boden mit reifem Kompost oder organischem Dünger verbessern.

Richtig bewässern – Wasser sparen und Pflanzen optimal versorgen

Im Hochsommer entscheidet die richtige Bewässerung über Blüte, Wachstum und Ernte.

So gießen Sie richtig

  • Nur morgens oder früh am Vormittag gießen. 
  • Direkt an den Wurzelbereich wässern.
  • Lieber ein- bis zweimal wöchentlich intensiv als täglich oberflächlich.
  • Topf- und Kübelpflanzen häufiger kontrollieren. 
  • Regenwasser nutzen – das schont Umwelt und Geldbeutel.
  • Mulchschichten aus Rindenmulch oder Rasenschnitt reduzieren die Verdunstung erheblich.

👉 Wichtig: Abends stark zu bewässern lockt häufig Schnecken an. Zudem bleiben Blätter länger feucht und Pilzkrankheiten können sich leichter entwickeln.

Gartenteich im Sommer – Algenwachstum vermeiden

Hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung fördern das Wachstum von Algen erheblich.

So bleibt das Wasser klar

  • Überschüssige Algen regelmäßig mit dem Kescher entfernen.
  • Abgestorbene Pflanzenteile aus dem Teich holen. • Für ausreichend Sauerstoff sorgen.
  • Filteranlagen regelmäßig reinigen.
  • Bachläufe oder Wasserspiele in Betrieb halten.
  • Schwimm- und Unterwasserpflanzen einsetzen, die überschüssige Nährstoffe aufnehmen.

Steigt die Wassertemperatur dauerhaft über 22 °C, sollte zusätzlich auf einen ausreichenden Sauerstoffgehalt geachtet werden, damit Fische und Mikroorganismen keinen Schaden nehmen.

Mulchen – Der beste Schutz gegen Sommerhitze

Eine Mulchschicht hilft, den Boden vor starker Sonneneinstrahlung und Austrocknung zu schützen. Rindenmulch, Pinienrinde oder Rasenschnitt wirken wie eine natürliche Schutzdecke: Sie speichern die Feuchtigkeit im Boden, reduzieren die Verdunstung und sorgen dafür, dass Ihre Pflanzen auch an heißen Tagen besser mit Wasser versorgt werden.

Zusätzlich unterdrückt Mulch das Wachstum von Unkraut, schützt die Wurzeln vor großen Temperaturschwankungen und verbessert langfristig die Bodenstruktur.

Raiffeisen-Tipp: Verteilen Sie eine etwa 5 bis 8 cm starke Mulchschicht auf Ihren Beeten und halten Sie dabei etwas Abstand zu den Pflanzenstängeln. In unseren Raiffeisen-Märkten finden Sie Rindenmulch und dekorative Pinienrinde in verschiedenen Körnungen und Gebindegrößen – ideal für Blumenbeete, Stauden, Sträucher und Gehölze. Unsere Gartenexperten beraten Sie gerne bei der Auswahl des passenden Produkts.

Tomaten richtig pflegen und Krankheiten vorbeugen

Jetzt beginnt die große Erntezeit. Damit Ihre Tomatenpflanzen gesund bleiben und viele aromatische Früchte tragen, benötigen sie regelmäßig Pflege.

Pflegemaßnahmen

  • Pflanzen regelmäßig anbinden.
  • Geiztriebe konsequent ausbrechen.
  • Untere Blätter entfernen.
  • Gleichmäßig gießen.
  • Staunässe vermeiden.
  • Möglichst überdacht kultivieren.

Achtung: Kraut- und Braunfäule

Die gefährlichste Tomatenkrankheit breitet sich besonders bei feucht-warmer Witterung schnell aus. Typische Anzeichen:

  •  braune Flecken auf Blättern
  • schwarze Stellen an den Früchten
  • welkende Triebe

👉 Entfernen Sie befallene Pflanzenteile sofort und entsorgen Sie diese über den Hausmüll. Vorbeugend helfen ein regengeschützter Standort und ausreichend Pflanzabstand.

Unkraut im Rasen rechtzeitig bekämpfen

Nicht nur Rasengräser wachsen jetzt kräftig – auch Löwenzahn, Weißklee oder Wegerich nutzen jede Lücke.

Damit sich Unkräuter nicht dauerhaft etablieren:

  • regelmäßig mähen
  • ausgewogen düngen
  • entstandene Kahlstellen nachsäen
  • einzelne Unkräuter mit einem Unkrautstecher entfernen
  • bei starkem Befall geeignete Rasenherbizide einsetzen

Ein dichter Rasen ist der beste Schutz gegen Unkraut.

Kompost - der Alleskönner

Eigener Kompost ist ein echter Gewinn für Ihren Garten:
  • Fördert das Bodenleben
  • Verbessert die Bodenstruktur
  • Versorgt Pflanzen langfristig mit Nährstoffen
Richtwerte:
  • Starkzehrer (z. B. Tomaten, Kohl): 3–4 l/m²
  • Mittelzehrer: etwa die Hälfte
  • Schwachzehrer (z. B. Salat, Kräuter): meist keine zusätzliche Düngung nötig

Aktiv werden – und genießen

Der Juli verlangt Ihrem Garten einiges ab. Mit der richtigen Rasenpflege, einer gezielten Bewässerung, regelmäßiger Düngung, dem Schutz vor Pilzkrankheiten sowie der passenden Pflege von Rosen, Tomaten und Gartenteich bleibt Ihr Garten auch während langer Hitzeperioden gesund, widerstandsfähig und attraktiv. Besuchen Sie Ihren Raiffeisen-Markt. Dort finden Sie alles, was Sie für die Gartenpflege im Juli benötigen – von hochwertigen Rasendüngern, Nachsaaten und Bewässerungssystemen über Pflanzenschutz- und Teichpflegeprodukte bis hin zu kompetenter Beratung durch unsere Gartenexperten.